The Great Pyramid
~ Amenti Rama ~

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Eine Botschaft des Bewusstseins,
geschrieben im Buch des Lebens,
für jene, die lesen können.

Keiner muss lesen lernen, niemand muss das Leben begreifen.

Doch für die, die wirklich leben wollen, sind diese Worte bestimmt.
Es gibt jene, die durchs Leben stolpern, bis der Tod anklopft.
Es gibt jene, die das Leben beherrschen wollen, bis sie alles verloren haben.
Es gibt jene, die ahnen, eigentlich würden, und dennoch vergessen.
und es gibt jene, die auf der Spur bleiben, ent-decken und aufwachen.

Das Leben ist ein Mysterium,
und die Reise des Lebens im Körper weiht Dich so tief darin ein,
wie Du gehen willst und Dich führen lässt.
Das Ziel ist für alle gleich,
doch Du bestimmst die Richtung, das Leben den Weg.

Du bist der Weg, der hinter Dir liegt,
- wenn Du zurückschaust.
Du bist das Bewusstsein, dass - in diesem Moment -
das Leben reflektiert.
Du bist der Träumende im geträumten Traum,
träumst vielleicht die Zukunft, die in Deinem Herzen schon geschrieben steht.

Was könnte Dir passieren?

Du könntest aufwachen.
Du könntest im Traum bewusst werden, dass Du träumst.
Du könntest vom Träumer zum Träumenden werden,
vom Geschaffenen zum Schöpfer,
vom Programm zum Programmierer,
vom Getanzten zum Tanzenden.

Natürlich bist Du das Programm nie gewesen,
 - und doch - folgte der Weg Deines Lebens vorbestimmten Bahnen...
- Bedürfnisse und Pflichten , Stolz und Reaktionen -
bis auf die Momente, in denen Dich die Ewigkeit berührte,
zutiefst erschütterte und faszinierte.

Sie liessen tiefen Sinn erahnen,
Momente der Erkenntnis,
Momente des Aufwachens.

Sollen es Momente bleiben?

Momente kurzen Auftauchens aus dem wilden Spiel der Wellen,
die im Fluss Deines Lebens wirbeln.
Vielleicht sahst Du die Ufer, die Klippen und die nächste Wegbiegung.

Vielleicht sahst Du auch Deine Quelle, und den Ozean in den Du fliesst.
Vielleicht war Dir bewusst, ein Fluss zu sein, von der Geburt bis zum Übergang.
Vielleicht spürtest Du die Ufer - wie eng oder weit sie auch schienen.

Und Du tauchtest wieder unter,
hinein in das geschäftige Treiben,
bedingtes Hin- und Her- geworfenwerden
von Einflüssen und Ursachen, die Du Dir nicht bewusst geschaffen.

Wer bist Du?

"Wer bin ich?"

"Bin ich?"

"Ich?"

Ich sah mich selbst als Wellen unter Wellen,
die anderen und ich im gleichen Fluss, vom gleichen Wasser.

"Warum, wohin, wie weit, wie lange noch?"

Das Ende naht.

Vielleicht sind es noch Tage, Jahre oder Ewigkeiten,
bis der Tod anklopft, und mit ernster Stimme spricht:

"Die Zeit ist vorüber."

Hast Du sie genutzt?
Hast Du gelebt?
Hast Du geliebt?

Bist Du aufgewacht?

Wirst Du hinübergehen, ohne zu vergessen?
Kannst Du die Welt verlassen ohne Zögern und in Frieden?
Willst Du bleiben, wirst Du wiederkommen?

Wen hast Du fallen lassen, wen gestoßen und verletzt?
Hast Du den Schmerz der Welt in Dir erkannt?
Hast Du das Leid gemindert und die Freude vermehrt?

Die Saat der Liebe in den Herzen der Menschen
ist die einzige, die in der Ewigkeit erblüht.
Die Dinge vergehen, das Wissen verstaubt;
was bleibt, ist die Erinnerung.

Erinnerungen an das Leben.



(c) Vio